Reporting in der SAP Analytics Cloud ohne Copy-Paste-Chaos? Mit Composites wird’s möglich!
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Reporting in der SAP Analytics Cloud ohne Copy-Paste-Chaos? Mit Composites wird’s möglich!
Wer regelmäßig komplexe Dashboards in der SAP Analytics Cloud (SAC) erstellt, kennt das Problem: Der Header ist überall gleich, die Navigation identisch und die Filterlogik folgt demselben Muster. Doch in der Realität führt dies oft zu einer unübersichtlichen Architektur aus kopierten Widgets und „nur mal schnell“ nachgezogenen Änderungen in einzelnen Stories.
Genau hier setzen SAP Analytics Cloud Composites an. Sie markieren den Wendepunkt von der individuellen Story-Entwicklung hin zu einem skalierbaren, modularen Design-System.
Was sind Composites genau und wann kann sich deren Einsatz lohnen?
Man kann sich Composites als intelligente, wiederverwendbare Widgets vorstellen. Es handelt sich um eine gekapselte Kombination aus:
- Widgets: Charts, Tabellen, Buttons oder Filter.
- Konfiguriertem Datenbezug: Festgelegte Modelle und Dimensionen.
- Scripting & Logik: Zentral hinterlegte Funktionen, die das Verhalten steuern.
Das klingt zunächst simpel, ist aber der entscheidende Schritt weg von „jede Story ist ein Einzelstück“ hin zu einer modularer Story-Entwicklung. Einmal erstellt, lassen sich diese Bausteine in beliebig vielen Stories in der SAP Analytics Cloud einsetzen und bilden das Fundament für eine effiziente Skalierung in der SAC-Landschaft.
Warum sich der Einsatz von Composites lohnen kann:
- Design-Konsistenz: Header, Navigation oder Filter verhalten sich überall identisch. Das Look & Feel driftet nicht auseinander.
- Zentrale Wartbarkeit: Ein Style-Update oder ein Bugfix wird einmal im Composite vorgenommen und wirkt sofort in allen verknüpften Stories.
- Effiziente Rollouts: Die Entwicklungszeit für neue Dashboards sinkt drastisch, da auf bewährte Standards zurückgegriffen wird.
- Klarere Standards: Weniger Copy-Paste bedeutet weniger Redundanz und eine saubere Architektur, besonders wenn mehrere Teams parallel arbeiten.
Composites sind also nicht nur einfach ein „nice to have“. Sie sind das Fundament für die Skalierung von SAC-Stories.

Wie funktionieren Composites?
Im Composite Builder werden aus mehreren Elementen eine Einheit gebaut, die sich in einer Story wie ein einzelnes Widget verhält. Zu den Schnittstelle nach außen zählen:
- Interface Properties: Dies sind Parameter, die pro Story individuell konfiguriert werden können (z. B. ein Titelname).
- Functions & Events: Logik, die du zentral kapselst und aus der Story heraus ansteuern kannst (z. B. „setze Zeitraum“).
Dazu kommt das Styling: In SAC lassen sich CSS-Klassen global oder gezielt definieren, um ein konsistentes Look & Feel sicherzustellen.
Beispiel aus der Praxis: Date Picker Composite
Ein Beispiel, das in Projekten sehr oft auftaucht: Datumslogik. Ohne den Einsatz von Composites passiert oft Folgendes:
- Jede Story hat ihren eigenen Datumsfilter / ihre eigene Zeitraumlogik.
- Irgendwann unterscheiden sich Default-Zeiträume, Filter greifen anders, oder die Logik ist „fast gleich, aber nicht ganz“.
- Änderungen bedeuten: Story für Story anpassen.
Mit einem Date Picker Composite profitiert man von den folgenden Vorteilen:
- Die Datumslogik liegt zentral im Composite.
- Alle Stories nutzen dieselbe Logik und bleiben automatisch synchron.
- Über Interface Properties und integrierte Methoden passt sich der Zeitraum dynamisch an – ohne in jeder Story nachzupflegen.
Der „Clou“ in der Praxis: Das Composite enthält Funktionen, mit denen gezielt gesteuert werden kann, welcher Monat angezeigt oder welches Jahr vorausgewählt wird. Der Date Picker reagiert damit auf den Kontext der Story – ohne, dass er immer wieder neugebaut werden muss.
Best Practices aus der Projektpraxis bei dem Einsatz von Composites
Basierend auf unserer Projekterfahrung bei NEOMATIC haben sich folgende Best Practices bewährt:
- Klarer Bauplan: Einheitliche Namenskonventionen für Variablen, Properties und Events.
- Saubere Dokumentation: Jedes Composite braucht eine kurze Beschreibung (und idealerweise ein Beispielbild)
- Globales Styling: CSS und Themes (Layouts) zentral denken und nicht Story-für-Story nachziehen.
- Schnittstellen-Design: Properties/Functions/Events bewusst gestalten, damit Composites flexibel und upgrade-sicher bleiben.
- Modell-Monitoring: Da Änderungen am zugrunde liegenden Datenmodell Referenzen im Composite stören können, sollten diese frühzeitig getestet und zentral angepasst werden.

Fazit
Wenn du in der SAC (SAP Analytics Cloud) mehr als ein paar Stories betreibst, wird „Kopieren & Einfügen“ schnell zum Bremsklotz und exponentiellem Aufwandsanstieg: kleine Unterschiede im Header, in Filtern oder in der Datumslogik kosten Zeit. Composites ermöglichen den Bau von zentralen Komponenten (UI, Logik, Styling) und nutzen sie überall gleich.
In der Regel sorgt dies für ein konsistentes Look & Feel, eine bessere Wartbarkeit von Stories, schnellere Änderungen, und Standards, die auch dann halten, wenn mehrere Teams parallel entwickeln. Gerade bei Themen wie bei der Datumslogik sieht man, welche Vorteile der Einsatz von Composites mit sich bringt.
Haben Sie Fragen zur Implementierung oder Architektur? Kontaktieren Sie uns gerne direkt über den Button auf dieser Seite für einen Austausch mit unseren Experten.
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